Geschichte

Die Reformation erfasste ab 1523 von der Stadt Zürich aus den ganzen Kanton. Alles Katholische wurde verboten. Wer beim Besuch der hl. Messe erwischt wurde, wurde mit einer Geldbusse bestraft und später verloren diese sogar das Bürgerrecht. Katholiken wurden nicht mehr geduldet. Wer katholisch bleiben wollte, musste auswandern. Erst im 19. Jahrhundert liessen sich wieder katholische Familien in Wald und Laupen nieder. Die Fabriken riefen vermehrt nach Arbeitskräften. Die zugewanderten Katholiken waren für Gottesdienstbesuche und Religionsunterricht auf die benachbarten Pfarreien im Kanton St. Gallen angewiesen, insbesondere auf die Kaplanei Oberholz. Die Kapelle war aber zu klein für Einheimische und Auswärtige.

Missionsstation „Pilgersteg“

Ein erster wichtiger Schritt war die Missionsstation „Pilgersteg“ im Grundtal, welche im Juni 1866 eröffnet wurde. Sonntags versammelten sich jeweils mehrere hundert Katholiken von Dürnten, Wald und Rüti zum Gottesdienst.

Wegen Raummangel wurde diese Missionsstation 1873 geschlossen, wobei die einen ins Ritterhaus Bubikon zogen, die anderen nach Wald.

 

Missionsstation Wald - erste Kirche

In Wald wurde beim Restaurant „Ochsen“ ein ansehnliches Haus erworben und zu einem Kirchlein umgebaut und erweitert: Die erste katholische Kirche nach der Reformation. Am 6. September 1874 fand die Einsegnung der ersten St. Margarethenkirche statt.

Diese „Ochsenkirche“, wie sie genannt wurde, diente bis 1927 als Gottesdienstraum. Später wurde dieses Kirchlein an der Florastrasse in ein Wohnhaus umgebaut, an dem man heute noch die äusseren Konturen der ehemaligen Kirchen-Architektur deutlich erkennen kann.

Die Seelsorgearbeit im Pilgersteg - ab 1866 und anschliessend auch in Wald bis 1882 - leisteten die Patres aus dem Kloster Rapperswil, welche sich aber aus Personalmangel zurückziehen mussten.

 

Wald wird selbständige Pfarrei

Weil die Kapuziner aus Rapperswil die Seelsorge in Wald kündigten, musste sich das Bistum Chur darum kümmern. Demzufolge wurde die Missionsstation Wald 1882 zur selbständigen Pfarrei erhoben und Peter Bammert als erster katholischer Pfarrer von Wald eingesetzt. Durch die starke Zuwanderung aus katholischen Kantonen wuchs die junge Pfarrei rasch an.

 Das Ochsen-Kirchlein mit seinen 300 Plätzen war für die bis 1925 auf 2000 Katholiken angewachsene Pfarrei Wald viel zu klein.

 Für das Nachfolgeprojekt wurden ab Oktober 1925 in Frondienst die Vorbereitungsarbeiten ausgeführt. Im Dorf wurde fleissig Geld gesammelt und der Bettelpfarrer aus Wald war weit herum im Land bekannt. Im Mai 1926 begannen die eigentlichen Bauarbeiten am Pfarreizentrum an der Gartenstrasse-Rütistrasse und am 9. Oktober1927 wurde die neue St. Margarethen-Kirche vom Churer Bischof Georgius Schmid von Grüneck eingesegnet.

Geschichte

 

Dankbar jubilieren

Nach der Sanierung und Erweiterung des Pfarreizentrums (2007-2008) wurde ausgiebig jubiliert: 2007 das Jubiläum80 Jahre Pfarrkirche/Pfarreizentrum und 2008 das 125-jährige Bestehen der Pfarrei St. Margarethen Wald.

 Wir dürfen heute benutzen, was Generationen vor uns geplant und realisiert haben. Der 80-jährige Bau, der im Laufe der Zeit angepasst und erneuert wurde, dient heute und auch in Zukunft für die Feiern unseres Glaubens und für die Pflege unserer Gemeinschaft. Wir wollen uns dankbar an jene erinnern, welche damals unser Pfarreizentrum geplant, gebaut und seither erhalten und belebt haben.

Durch die Verbesserung der Kircheneinrichtung (Beleuchtung, Akustik, Kreuzweg, St. Margarethenstatue, etc.) sowie durch die Erweiterung und Modernisierung der Arbeits- und Versammlungsräume besitzt die Pfarrei für die Zukunft ein optimales Pfarreizentrum für die 2'900 Katholikinnen und Katholiken von Wald.

 

Heute und in Zukunft wollen wir das Gewachsene erhalten und den kommenden Generationen weitergeben.Letztlich geht es weniger um das Haus aus Stein und Holz als vielmehr um das Haus aus lebendigen Menschen, welche das geistige Bauwerk der Kirche Jesu Christi bilden  -  eben die lebendige Pfarrei Wald,  wie der Apostel Petrus meint: Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen (1 Petr 2,5).


Kontakt
Kath. Pfarramt
Rütistrasse 31
8636 Wald / ZH

Tel. 055 266 22 30

Öffnungszeiten Sekretariat:
Montag bis Freitag 8.00 - 11.00 Uhr

Missione cattolica italiana, Stäfa
Don Placido Rebelo
Tel. 044 926 59 46